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Zur PPWR: Rezyklatanteil in Verpackungsfolien jetzt vorbereiten
Pascal Nass
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Aktualisiert am 12. Oktober 2026
Bis 2030 bleiben aus heutiger Sicht rund drei Jahre. Für Ihre Verpackungsfolien ist das ein konkreter Planungshorizont: Die europäische Verpackungsverordnung PPWR sieht Mindestanteile an Rezyklat in Kunststoffverpackungen vor. Bei Beuteln, Hauben und Schrumpffolien lohnt es sich deshalb, die Materialumstellung jetzt vorzubereiten.
Eine neue Folienrezeptur muss zu Ihrem Verpackungsgut und Ihren Abläufen passen. Materialauswahl, Maschinenversuche und interne Freigaben brauchen Vorlauf. Brangs + Heinrich unterstützt Sie dabei, Produktschutz, Materialeinsatz und eine PPWR-orientierte Verpackungsstrategie gemeinsam zu betrachten.
Rezyklat in Verpackungsfolien: Das Wichtigste für Ihre Planung
- Für Kunststoffverpackungen sieht die PPWR eine Mindestquote von 35 Prozent PCR vor; entscheidend sind Verpackungskategorie und Anwendung.
- Die Quote bezieht sich auf Rezyklat aus Verbraucherabfällen; ein hoher Gesamtregeneratanteil mit Produktionsabfällen genügt als Nachweis allein nicht.
- Bei Beuteln, Hauben und Schrumpffolien sollten Sie Schutzwirkung, Verarbeitung und Materialeigenschaften unter den Bedingungen Ihres eigenen Betriebs prüfen.
- Brangs + Heinrich unterstützt Ihre Folienauswahl durch Bedarfsanalyse, technische Prüfung und Optimierung anhand von Verpackungsgut und vorhandener Maschinentechnik.
- Wer frühzeitig Muster erprobt und Spezifikationen dokumentiert, schafft eine belastbare Grundlage für die schrittweise Umstellung seiner eingesetzten Verpackungsfolien.
Welche Mindestrezyklatanteile sieht die PPWR ab 2030 vor?
Für Kunststoffverpackungen legt Artikel 7 der EU-Verpackungsverordnung eine Mindestquote von 35 Prozent PCR (Post-Consumer-Recyclat – Rezyklat aus Verbraucherabfällen) fest. Viele industrielle Folienverpackungen können darunter fallen. Berechnet wird die Quote je Verpackungstyp und Format als Durchschnitt pro Fertigungsbetrieb und Jahr, nicht pauschal für jeden einzelnen Beutel.
Die Einordnung Ihrer Anwendung bleibt entscheidend. Für kontaktsensitive Verpackungen gelten andere Quoten: beispielsweise 10 Prozent bei Kunststoffen außer PET und 30 Prozent bei PET als Hauptbestandteil, jeweils ohne Einweggetränkeflaschen. Hinzu kommen gesetzliche Ausnahmen. Lebensmittelkontakt oder besondere Schutzanforderungen müssen deshalb gesondert betrachtet werden.
Auch die Frist ist differenziert: Maßgeblich ist der 1. Januar 2030 oder drei Jahre nach Inkrafttreten des einschlägigen Durchführungsrechtsakts, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt. Für Ihre Materialplanung bleibt 2030 ein sinnvoller Zielhorizont.
PCR und PIR: Welcher Rezyklatanteil zählt?
Für die Mindestquote zählt PCR, also Post-Consumer-Recyclat aus Verbraucherabfällen. Dazu können auch gebrauchte Verpackungsfolien aus gewerblichen Anwendungen gehören. PIR, Post-Industrial-Recyclat, stammt dagegen aus Produktionsabfällen. Beide Materialströme sind auseinanderzuhalten, wenn Sie Rezepturen und Nachweise bewerten.
Eine Folie mit hohem Regeneratanteil erfüllt nicht automatisch die geforderte PCR-Quote. Lassen Sie sich deshalb Gesamtregeneratanteil, PCR-Anteil und Herkunft getrennt ausweisen. Brangs + Heinrich bietet PPWR-orientierte Folien mit mindestens 35 Prozent PCR an. Welche Variante geeignet ist, hängt von Ihrer Anwendung ab.
Beutel und Hauben: Produktschutz bleibt der Maßstab
Bei Beuteln und Hauben muss die Folie auch nach einer Materialumstellung Ihre Ware zuverlässig schützen. Prüfen Sie Durchstoß- und Weiterreißfestigkeit, Schweißnahtqualität und Handhabung. Abmessungen und Folienstärke sollten zur Belastung passen: Scharfe Kanten stellen andere Anforderungen als glatte Produkte oder leichte Gebinde.
Die Auswahl beginnt daher beim Verpackungsgut. Eine passgenaue Haube, ein geeigneter Beutelzuschnitt und die passende Rezeptur gehören zusammen. Brangs + Heinrich berücksichtigt Ihre Material- und Größenanforderungen.
Bewerten Sie Muster im vollständigen Ablauf: beim Verpacken, Verschließen, Lagern und Transportieren. Bei Schrumpfhauben gehört zusätzlich das Verhalten unter Wärmeeinwirkung in den Versuch. Dokumentierte Ergebnisse helfen Ihnen, geeignete Materialvarianten nachvollziehbar freizugeben.
Schrumpffolien: Rezeptur und Maschinenparameter gemeinsam prüfen
Bei Schrumpffolien muss das Schrumpfverhalten zur Verpackung und zur vorhandenen Linie passen. Neben der Festigkeit sollten Sie Schrumpfgleichmäßigkeit, Nahtqualität und optisches Ergebnis bewerten. Tunneltemperatur und Durchlaufgeschwindigkeit gehören deshalb in den Testplan, statt unverändert vorausgesetzt zu werden.
Das Sortiment an ProfiThen® Verpackungsfolien umfasst Schrumpffolien mit und ohne Regeneratanteil sowie Coex-Mehrschichtfolien. Für Ihre Auswahl zählt die Kombination aus geeignetem Rezyklatanteil und verlässlicher Verarbeitung. Eine möglichst hohe Prozentzahl allein sagt noch nichts über die Eignung auf Ihrer Anlage aus.
Vergleichen Sie Muster mit Ihrer bisherigen Folie anhand festgelegter Kriterien. Erfassen Sie Verpackungsqualität, Ausschuss und Materialverbrauch. So erkennen Sie, welche Anpassungen vor einer Serienfreigabe erforderlich sind und ob sich zusätzlich die Folienstärke optimieren lässt.
Materialumstellung: In vier Schritten zur geprüften Folienauswahl
Eine strukturierte Umstellung beginnt mit Ihrem tatsächlichen Folieneinsatz. Beziehen Sie Einkauf, Verpackungsplanung, Produktion und Qualitätssicherung frühzeitig ein. So werden Anforderungen und Freigabekriterien gemeinsam festgelegt.
- Bestand erfassen: Dokumentieren Sie Beutel, Hauben und Schrumpffolien nach Anwendung, Material, Abmessung, Folienstärke und Verbrauch. Halten Sie besondere Schutz- und Kontaktanforderungen fest.
- Material auswählen: Vergleichen Sie geeignete Rezepturen und deren ausgewiesenen PCR-Anteil. Vereinbaren Sie Muster und prüfen Sie, welche Nachweise sich auf die konkrete Folienqualität beziehen.
- Im Betrieb testen: Bewerten Sie Verarbeitung und Produktschutz unter repräsentativen Bedingungen. Halten Sie Maschinenparameter, Prüfergebnisse und mögliche Anpassungen nachvollziehbar fest.
- Freigabe dokumentieren: Überführen Sie die Ergebnisse in Einkaufsspezifikationen und Prüfpläne. Planen Sie die Umstellung schrittweise und klären Sie die benötigten Unterlagen mit Ihren Lieferanten.
Folienrückführung als Ergänzung zur Materialstrategie
Eine getrennte Sammlung gebrauchter Folien ergänzt Ihre Rezyklatstrategie. Mit Closed Loop Recycling organisiert Brangs + Heinrich die Rückführung von Folienabfällen in den Materialkreislauf. Das verbindet die Beschaffung neuer Folien mit einem geordneten Umgang mit gebrauchten Verpackungen.
Die Rückführung ersetzt jedoch keinen Nachweis über den PCR-Anteil Ihrer eingekauften Folie. Wie Sammlung und Abholung praktisch organisiert werden, erläutert unser Beitrag zum Folienrecycling. Prüfen Sie beide Aufgaben gemeinsam: Materialauswahl und Wertstoffrückführung.
Jetzt vorbereiten: Folienumstellung mit ausreichend Vorlauf
Frühzeitige Tests geben Ihnen Zeit, Materialvarianten zu vergleichen und Ihre Abläufe darauf abzustimmen. Sie können mit einer geeigneten Anwendung beginnen und gewonnene Erfahrungen auf weitere Beutel, Hauben oder Schrumpffolien übertragen. Der Nachhaltigkeits-Check unterstützt eine systematische Betrachtung Ihrer Verpackungen.
Nutzen Sie die rund drei Jahre bis 2030 für eine fundierte Materialentscheidung. Brangs + Heinrich begleitet Ihre Folienoptimierung anhand Ihrer Anforderungen. Nehmen Sie Kontakt auf und besprechen Sie, welche rezyklathaltige Folie Sie als Nächstes erproben können.
Häufige Fragen zum Rezyklatanteil in Verpackungsfolien
Gilt die 35-Prozent-Quote für jede Verpackungsfolie?
Nein. Die Quote betrifft sonstige Kunststoffverpackungen; für kontaktsensitive Verpackungen gelten andere Werte und gesetzliche Ausnahmen. Brangs + Heinrich unterstützt die anwendungsbezogene Folienauswahl. Die rechtliche Einordnung Ihrer Verpackung muss dabei gesondert geprüft werden.
Genügt ein Zertifikat über den Gesamtregeneratanteil?
Nein. Für die Mindestquote ist der anrechenbare PCR-Anteil entscheidend. Ein Zertifikat sollte deshalb hinsichtlich Materialherkunft, geprüfter Folienqualität und Umfang bewertet werden. Bei Brangs + Heinrich können Sie die zu Ihrer Materialauswahl passenden Nachweise besprechen.
Wie beginnen Sie mit einer rezyklathaltigen Folie?
Beginnen Sie mit einer klar definierten Anwendung und dokumentierten Anforderungen. Brangs + Heinrich unterstützt Sie durch Bedarfsanalyse und technische Prüfung. Testen Sie ausgewählte Muster unter Ihren Betriebsbedingungen, bevor Sie die Folie für den regelmäßigen Einsatz freigeben.